Wechselbereitschaft

Debeka mit starkem Mitgliederzuwachs im Jahr 2011

Donnerstag, 12. Jan 2012, 08:41
Die Debeka konnte in den vergangenen Jahren im Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) deutlich mehr Mitglieder hinzugewinnen. Allein 2011 entschieden sich laut Medienberichten rund 44.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Koblenzer Versicherungsgruppe zu wechseln.
PKV Debeka 2011 mit deutlichem Mitgliederzuwachs

PKV Debeka 2011 mit deutlichem Mitgliederzuwachs

Die Debeka Krankenversicherung ist mit rund 2,2 Millionen Versicherten das mitgliederstärkste private Krankenversicherungsunternehmen in Deutschland. Der ohnehin kontinuierliche Mitgliederzuwachs konnte nach eigenen Angaben auch im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden. Unter Berufung auf eigene Erhebungen konnte gegenüber dem Vorjahr 2010 insgesamt ein Plus von 4,2 Prozent verzeichnet werden, lautet es in einer offiziellen Pressemitteilung. Insgesamt wechselten 2011 44.247 gesetzlich Versicherte zur Debeka. Damit gewinnt der private Versicherer doppelt so viele Neukunden aus der gesetzlichen Krankenversicherung hinzu, wie sie aufgrund gesetzlicher Regelungen an die GKV abgeben muss. Bei Letzteren handele es sich beispielsweise um deutlich mehr Auszubildende, die sich in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichern müssen. Dennoch wechseln in einem Jahr im Schnitt per saldo über 100.000 Menschen von der GKV in die Private, macht die Debeka weiter deutlich.

Zunehmendes Interesse an der PKV

“Wir können feststellen, dass sich im Jahr 2011 eine zunehmende Zahl an Versicherten für die private Krankenversicherung und damit für einen deutlich umfassenderen Versicherungsschutz als in der GKV entschieden hat”, konstatiert Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka. Weiterhin kündigt Laue an, dass die gesamten Zahlen der Entwicklung 2011 am 3. Mai 2012 auf der Jahrespressekonferenz der Versicherung veröffentlicht würden. Derzeit würden allerdings noch die Jahresabschlüsse erstellt.

Keine Flucht aus der privaten Krankenversicherung

Mit der Veröffentlichung der Zahlen widerlegt der Koblenzer Versicherer auch die Meldungen über eine zunehmende Abwanderungsflucht aus der PKV. Behauptungen, nach denen ein solcher Trend erkennbar sei, seien falsch und als reine Werbebotschaften zu werten, stellt Laue klar. Im Gegensatz zur Bildung der Altersrückstellungen in der PKV lebe die GKV “von der Hand in den Mund” und würde angesichts der stetigen demografischen Alterung künftig in Probleme geraten. Bereits heute müsse die gesetzliche Krankenversicherung mit mehr als 15 Milliarden Euro aus steuerlichen Mitteln subventioniert werden. “Das braucht die PKV nicht”, betont der Vorstandsvorsitzende weiter.

Debeka: Hohe Zufriedenswerte bei den Kunden

Zudem verweist Laue auf die hohe Zufriedenheit seiner Kunden: “98,2 Prozent der Debeka-Mitglieder sind nach dem aktuellen Kundenmonitor Deutschland, sehr zufrieden oder gar vollkommen zufrieden mit ihrer privaten Krankenversicherung”. In der Branche seien es demgegenüber 94 Prozent. Diese Werte stünden in krassem Widerspruch zu den jüngsten Behauptungen, die PKV sei unattraktiv und die Mitglieder wollten zunehmend in die GKV wechseln, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden.

 
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