Auslandskrankenversicherung

DKV verliert Teile der Auslandskrankenversicherung

Donnerstag, 17. Nov 2011, 15:35
Die DKV hat 150 Verträge von Firmen gekündigt, für deren Mitarbeiter sie zuvor die Krankheitskosten bei Aufenthalten im Ausland abgedeckt hat. Dieser Schritt wurde im Rahmen einer Neuaufstellung des Auslandsgeschäftsfeldes der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re) vollzogen. Die DKV gehört zum Konzern.
Umstrukturierung bei der Munich Re: DKV verliert Geschäftsbestandteil

Umstrukturierung bei der Munich Re: DKV verliert Geschäftsbestandteil

Ein entsprechender Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) legt zudem dar, dass von den vorbenannten Vertragskündigungen etwa 14.000 Mitarbeiter der 150 Firmen betroffen sind. Dies sei von einem Sprecher der Deutschen Krankenversicherung (DKV) gegenüber der FTD bestätigt worden. Die Maßnahme, die Auslandskrankenversicherung der DKV für Firmenkunden aufzugeben, führe zu Unverständnis bei den Kunden von Europas größter privater- und dem Umsatz nach auch größter Krankenversicherung Deutschlands, heißt es von Seiten der Zeitung. Der “Gesundheitsversicherer” der ERGO-Versicherungsgruppe, wie sich die DKV selbst betitelt, wurde 1927 in Berlin gegründet. Der Hauptsitz des PKV-Anbieters befindet sich in Köln.

Großer Einschnitt mit Blick auf PKV-Zukunft

Indem die DKV die Auslandsreisekrankenversicherung sowohl für Manager als auch für weitere Firmenmitarbeiter aufgibt, verliert das Unternehmen einen Geschäftsbestandteil mit erwähnenswerter Bedeutung für die Zukunft der PKV. Allerdings wird die Deutsche Krankenversicherung auch künftig weiter Zusatzversicherungen im Inland anbieten, unter anderem auch die Auslandsreisekrankenversicherung für private Kunden. Andere private Krankenversicherungen legen ihren Fokus bereits verstärkt auf Zusatzversicherungen. Hintergrund ist die Ungewissheit, welche Entscheidungen die Politik im Hinblick auf die private Krankenvollversicherung treffen wird.

Die Hintergründe der Munich Re-Strategie

Während die Kölner DKV auf einen wichtigen Bestandteil ihres Versicherungsangebotes verzichten muss, bleibt dieser bei der Muttergesellschaft weiter erhalten. Das bedeutet: Die Münchener Rückversicherung bietet die Auslandskrankenversicherung für Firmenkunden laut Medienberichten in Zukunft ausschließlich über die DKV Globality an. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg gehört zu einem Konzernbereich der Munich Re. Der ebenso in der bayerischen Landeshauptstadt ansässige Bereich Munich Health wird laut der FTD “zulasten” der DKV in Köln vergrößert. Andere Medien berichten, dass eine Unternehmenssprecherin die Maßnahme der Vertragskündigungen mit den Bestandsübertragungen bzw. der Komplexität dieser begründet hat.

Das ist die DKV Globality

Eine Neuversicherung könne seitens der Firmen nun über die DKV Globality erfolgen, heißt es weiter. Entsprechend der Namensgebung stellt sich die DKV Globality selbst als ein internationales Krankenversicherungsunternehmen vor. Nach eigenen Angaben liegen insbesondere Expatriate
im Blickfeld des Versicherers. Expatriate sind Führungskräfte, die von ihrem Unternehmen zu einem Auslandseinsatz entsendet werden.

 
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